Warum habe ich eigentlich immer den Eindruck, dass Kommunalpolitiker immer die machtgeilsten, korruptesten und inkompetentesten Politiker überhaupt sind?
Wie kann der Duisburger OB Adolf Sauerland (CDU) behaupten, dass das Sicherheitskonzept sei »stichhaltig« gewesen, wenn mindestens 19 Tote und etliche Verletzte zu beklagen sind? Warum muss man als OB fast reflexartig seinen Job und seine Entscheidungen verteidigen, obwohl es doch mehr als offensichtlich ist, dass bei der Planung der Loveparade etwas grundlegend falsch geplant wurde?
»Wenn Sie jetzt hören, was wohl die Ursachen sind, dann lag es nicht am Sicherheitskonzept, was nicht gegriffen hat, sondern wahrscheinlich an individuellen Schwächen.«
Wie widerlich ist es denn, wenn man die Schuld auf das Fehlverhalten der Teilnehmer abzuwälzen versucht? Will der Mann nicht wissen, dass Sicherheitskonzepte gerade da greifen müssen, wo es zu unerwarteten Zuständen kommt?
Mich erinnert das an unseren Ex-OB-Schramma, der nach der
U-Bahn-Bau-Katastrophe in der Kölner Südstadt ebenso reflexartig alle
Schuld und Mitverantwortung von sich gewiesen hat.
Wie die Geschichte ausgegangen ist, weiß man ja ...
Warum muss man erst seine eigene Haut retten? Kann der Mann noch ruhig schlafen, nachdem er mitzuverantworten hat, dass eine viel zu große Veranstaltung in seine Stadt geholt wurde und an einem denkbar ungeeigneten Ort veranstaltet wurde, das alles aus finanziellen Gründen, aus Gründen des Renomées oder warum auch immer?
Warum macht er nicht seine Arbeit und prüft genau, was wirklich vorgefallen ist, klärt auf und zieht dann ggf. die Konsequenzen? Geht davon die Welt unter? Mich kotzt es an, dass unsere Politiker alle Vorurteile und Klischees bestätigen müssen, die man im gemeinen Volk hat. Kein Wunder, dass die Menschen resignieren, nicht mehr wählen gehen oder leichte Beute für Demagogen sind.
→ Staatsanwälte ermitteln nach Loveparade auf den Seiten der Deutschen Welle dw-world.de