Montag, 31. Mai 2010
Soeben kam die Meldung über den Ticker, dass Bundespräsident Horst Köhler von seinem Amt zurückgetreten ist. Er reagiert damit auf die teilweise scharfe Kritik, die nach seinen umstrittenen Afghanistan-Äußerungen laut wurde. In einem Kommuniqué zum Rücktritt schrieb er, dass die Unterstellung, er habe einen grundgesetzwidrigen Einsatz der Bundeswehr zur Sicherung von Wirtschaftsinteressen befürwortet, jeder Rechtfertigung entbehre. Sie zeuge von mangelndem Respekt für das Amt.
So so, Herr Köhler: Man hat Ihnen also völlig zu Unrecht etwas unterstellt, was Sie nie gesagt haben. Wie war das noch gleich?
"Showdown im Schloß Bellevue: Ein "Brief" an Horst Köhler" vollständig lesen
Donnerstag, 27. Mai 2010
Nein nein, keine Crosspostings zum Eurovision Song Contest, keine Sorge: Die umfassende, kompetent-unfaire, gehässige Berichterstattung über den diesjährigen Eurovision Song Contest findet auch dieses Jahr in meinem Musikblog blog.about-music.de statt, aber als ich mir heute die Teilnehmerliste mit ihren Titeln des heutigen zweiten Semifinales angeguckt habe, habe ich schon ein wenig Angst vor dem heutigen Abend bekommen (live 21:00 Uhr auf EinsFestival, oder im Streaming, s. ESC 2010 - Daten, Fakten, Termine).
"Ein paar unsachliche Gedanken über das heutige 2. Semifinale des ESC 2010" vollständig lesen
Dienstag, 25. Mai 2010
Muss ich mich jetzt grämen, weil mit Roland Koch eine schillernde Figur von der politischen Bühne abtritt? Wohl kaum, wenn man sich die "Highlights" seiner an Rechtspopulismus grenzenden Kampagnen (sinnigerweise oft genug gegen seine eigene Merkelin) in Erinnerung ruft. Wir Kanac Ausl Bürger mit Migrantenhintergrund (als ob immer hinter mir eine PKK-Fahne wehen würde ... oder meinetwegen eine des Bewegung "Indipendèntzia Repùbrica de Sardinia", damit es bei der richtigen Randgruppenhintergrund bleibt) sind auf Kochs berühmt-berüchtigte Unterschriftenaktion gegen die Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft (zu Beginn der ersten rot-grünen Regierungsperiode unter Schröder) immer noch nicht gut zu sprechen. Von dem ganzen anderen Dünnpfiff, den Koch so von sich gegeben hat ganz zu Schweigen (und seiner Verwicklung im CDU-Parteispendenskandal... jaja, lang ists her). Ein skrupelloser Provocateur weniger, d'accord, aber da wo der rausgekrochen ist, gibt es genügend andere ... Koch scheidet aus dem politischen Establishment aus und ich glaube nicht, dass ihm in Hessen ein gemäßigterer Kandidat folgen wird. Oder schafft die populäre Frankfurter Bürgermeisterin Petra Roth doch noch den Sprung in die Landespolitik?
"Abgekocht" vollständig lesen
Donnerstag, 20. Mai 2010
Heute hat mich der olle Satan in meinem eMail-Postfach bestucht:
Als ob ich nicht wüsste, dass es einer Teufelsaustreibung bedürfe, um den irgendwann einmal auf 0 zu kriegen ...
Mittwoch, 19. Mai 2010
Ich habe die Nase voll! Echt! Nein, nein, es geht mal ausnahmsweise nicht um meine pathologische Abneigung der FDP und insbesondere von Andreas "Pinky" Pinkwart und Guido Westerwelle, sondern um einen stinknormalen Schnupfen, pardon Rhinitis, mit einhergehenden Erkältungsbeschwerden: Das übliche Programm halt: Stirn- und Nebenhöhlen zugeschleimt, daraus resultierend Kopfschmerzen, dazu leichtes Fieber, Niesen, manchmal Hustenreiz, allgemeine Schlappheit usw. Alles in allem nicht einmal eine besonders starke, wohl aber eine besonders langwierige Erkältung. Normalerweise sind solche Sachen bei mir heftiger: Ein, zwei Tage, hohes Fieber, Schüttelfrost, dann lassen die Symptome stark nach und es bleibt nur eine gewisse Ausgelaugtheit. Aber das hier klingt offenbar gaaaaanz laaaaangsam ab. Ja, ich weiß, das ist alles nix Besonderes, lasst mich mal ein wenig in mein Blog jammern, ja?
"Ich habe die Nase voll" vollständig lesen
Donnerstag, 13. Mai 2010
Manchmal muss man zu seinem Proggytum stehen - ich habe eine tolles, neues Hintergrundbild bei meinem Twitter-Account 

Montag, 10. Mai 2010
In ganz Köln (Zweitstimmen):
CDU 27,6% (in NRW 34,6%) FDP 7,1% (in NRW 6,7%)
SPD 31,0% (in NRW 34,5%) Grüne 20,6% (in NRW 12,1%)
Linke 6,5% (in NRW 5,6%)
in meinem Stadtbezirk Nippes (Zweitstimmen)
CDU 24,0% (gesamt Köln 27,6%; in NRW 34,6%) FDP 5,4% (gesamt Köln 7,1%; in NRW 6,7%)
SPD 33,2% (gesamt Köln 31,0%; n NRW 34,5%) Grüne 22,6 (gesamt Köln 20,6%; in NRW 12,1%)
Linke 7,2% (gesamt Köln 6,5%; in NRW 5,6%)
"Das Wahlergebnis in Köln" vollständig lesen
Das vorläufige amtliche Endergebnis in NRW
CDU 34,6% FDP 6,7%
SPD 34,5% Grüne 12,1%
Linke 5,6%
Es ist so gekommen, wie die Meinungsforscher in den Wochen zuvor prophezeit haben. Bei der Landtagswahl in NRW gab es ein Ergebnis, das keine Wunschkonstellationen möglich macht. Drum ist mir heute auch nicht nach Feiern zumute. Ja, die schwarz-gelbe Landesregierung ist abgewählt, aber welche Mehrheitenkonstellationen im künftigen Landtag die Regierung stellen wird, ist völlig offen.
"Nach der Wahl ist vor der Wahl?" vollständig lesen
Sonntag, 9. Mai 2010
Das Spiel zur Aschewolke des Vulkans des Eyjafjallajökull (danke Lutz ):
Freitag, 7. Mai 2010
 Ausgerechnet mir muss das geschehen! Ich werde ja nun wirklich nicht müde meine Antipathien für die FDP (die sogenannten "Liberalen" - ein echter Hohn) überall kundzutun. Ich kann das in Diskussionen auch begründen (aber das wäre ein anderer Blogbeitrag) und ich gehöre auch nicht erst seit Westerwelles asozialen Entgleisungen zu den FDP-Skeptikern. Mein Misstrauen und meine Ablehnung gegenüber dieser Splitterpartei für die oberen Zehntausend ist tief in meiner politischen Auffassung verwurzelt. Ich könnte mir vorstellen u.U. jede andere demokratische Partei zu wählen (ja, auch die CSU, da staunt ihr, mh?), aber niemals niemals niemals die FDP. Gerade jetzt in der Endphase der NRW-Wahlkampfs stoßen mir die allgegenwärtigen Plakate vom NRW-FDP-Oberhoncho Pinkwart und seinen FDP-Strebern wirklich übel auf. Selbst die lächerlichen Plakate der braunen Brandstifter von Pro NRW entlocken mir nur ein müdes Lächeln (Nazipack halt, gähn), aber die gelb-blaue Beulenpest macht mich wirklich aggressiv. Und ausgerechnet ich muss heute in meinem GMX-Postfach eine Wahlwerbe-eMail der FDP vorfinden.
"Ürgsel! Wahlwerbung der FDP in meinem e-mail-Postfach" vollständig lesen
Montag, 3. Mai 2010
Seit Wochen rätsele ich schon über die FDP-Kampagne im NRW-Landtagswahlkampf: Nein, ich meine nicht die irgendwie misslungene Transplantation von Guido Westerwelles Dauer-Debilgrinsen in die Gesichtsmuskulatur von Andreas Pinkwart (Was bitte sehr gibt es denn so penetrant zu grinsen, Herr Pinkwart? Ist wieder eine Parteispende von irgendeinem Großunternehmer eingegangen??), ich meine der Versuch der NRW-FDP mit einer proletarischen Forderung der SPD und der Linken die Stimmen abzuluchsen:
Arbeit muss sich lohnen.
Hallo? Die FDP plädiert nun für den flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn? Die FDP plant heimlich mit der Linken und dem Arbeiterführer Rüttgers eine sozialrevolutionäre Arbeiterfront gegen die bürgerlichen Kapitalisten von der SPD und den Grünen? Welcher tieferer Sinn mag darin liegen, dass die unverhohlen neoliberale Bonzenpartei par excellence nun mit so einem Slogan auf Stimmenfang geht? Wer soll das ausgerechnet der FDP glauben?
"Arbeit muss sich lohnen* (*nach Lesart der FDP)" vollständig lesen
Samstag, 1. Mai 2010
Früher war alles besser. Und bevor ihr meckert: Ich bin ein alter Mann, ich darf das sagen. Und das Schlimme ist: Ich habe sogar damit recht. Gerade heute am 1. Mai wird mir wieder bewusst, wie viele einstmals stolze Traditionen vor die Hunde gegangen sind.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mit meinem Vater als kleiner Junge zur Maikundgebung gegangen bin. Der sardische Verein (Circolo sardo) stellte damals eine eigene Gruppe und war mit einer eigenen Fahne vertreten. Ich war stolz mit einer Gruppe mitzugehen, die mich und meinen Background repräsentierte. Es waren ja alles Arbeiter, die Sarden der ersten Generation (wie mein Vater), die damals in den 1970ern in Deutschland waren. Wir standen dann in mitten von (deutschen und internationalen) Gewerkschaftlern, Sozialdemokraten und politisch Interessierten. Es wurde geredet, diskutiert, manchmal gesungen. Es war friedlich und solidarisch und die politischen Splittergruppen wurden belächelt und als Teil der Bewegung verstanden. Denn in meiner Erinnerung waren wir eine Bewegung mit einem Ziel: Der Verbesserung der Lebensbedingungen für die Arbeiter - hier in Deutschland und anderswo auf der Welt.
"Zum 1. Mai" vollständig lesen
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