Dienstag, 31. August 2010
Glück kann auch bedeuten, dass man etwas plant und es trifft genauso ein und trotzdem ist alles anders und viel besser. So geschehen heute und ich bin sehr glücklich darüber. Was ich meine? Ach ... das wäre gar nicht so spektakulär es hier zu erklären, aber ich bin auf jeden Fall froh, dass dieser Tag so glatt verlaufen ist, wie ich es erhofft habe. Und noch darüber hinaus.
Erinnert mich daran, wenn ich mal wieder mit meinem Schicksal hadere und glaube, alles, was schief läuft, läuft per definitionem bei mir schief (Murphy's Law halt).
Montag, 30. August 2010
Der Mistral ist ein unangenehmer und stets überraschender Gast auf Sardinien, speziell hier an der Ostküste. Mit voller Wucht ist er heute noch einmal zurückgekehrt und hat unsere Planungen für den Tag gehörig durcheinander gewirbelt. Außer einem langen Besuch in einer schattigen und windgeschützten Bar in einem Pinien-Wäldchen war heute an keine größere Außen-Aktivitäten zu denken. Es war einfach zu windig für alles. Was mich ein wenig traurig gemacht hat, weil es heute die letzte Gelegenheit war, alleine mit Petra etwas zu machen. Morgen werde ich meine Mutter wieder aus Orgosolo abholen und wir werden Rücksicht auf ihre verschrobene Art haben müssen.
"Noch einmal Wind" vollständig lesen
Sonntag, 29. August 2010
Das Leben gefällt mir immer am besten, wenn es aus einfachen, kleinen Dingen besteht, die sich wie von selbst zusammenfügen. Der Mistral verschwand heute morgen und hinterließ einen ungewöhnlich klaren, reinen Himmel mit einer strahlenden Sommersonne. Das Wasser des Meeres glitzerte heute einladend, die Luft roch nach wilden Kräutern und Pinien, nach Olivenbäumen und nach zahlreichen wilden Blumen, die einfach so am Straßenrand ihre wundervollen Farben entfalten. Ein perfekter Tag war das heute, ein Tag, an dem gar nicht so viel passierte und ich mich dennoch so wohl gefühlt habe, wie schon lange nicht mehr.
"Perfect Day" vollständig lesen
Samstag, 28. August 2010
Der Wind ist auf Sardinien, speziell in Cala Gonone ein stetig wiederkehrender Gast, der das Dorf in unregelmäßigen Abständen heimsucht und gefangen nimmt. Meistens ist es der Mistal (oder Maestrale, wie man ihn hier nennt), der über die Insel aus nordwestlicher Richtung fegt, von uns aus gesehen vom Land kommend ins Meer, manchmal ist es der heiße Scirocco, im Winter ist es öfter die Tramontana - heute ist es der 'alte Freund' Mistal, der die Türen und Fenster knallen lässt und durch die Winkel des Dorfes pfeift. Ich muss gestehen, ich bin kein großer Freund dieses vertrauten Besuchers, aber er gehört in diese Gegend, wie der blaue Himmel im Sommer.
Freitag, 27. August 2010
Ich sage es hier jetzt nicht, um euch eine lange Nase zu machen, weil ihr in der deutschen Regenmatsche sitzt und ich gerade auf Sardinien, aber: Es gibt etwas, was mir nie so bewusst ist, wenn ich darüber nachdenke, was ich am meisten vermisse, wenn ich nicht auf Sardinien bin: Es ist nicht nur der Geruch der Natur hier, es sind nicht nur die Menschen, denen ich mich auf so unheimliche Weise so verbunden fühle, obwohl ich doch mein ganzes Leben woanders gelebt hat, es ist nicht der Wein, nicht das Essen, das Wetter, nicht einmal die Sprache - all das ist mir ganz klar, wenn ich Heimweh nach Sardinien habe, aber es gibt etwas, was in meiner Erinnerung immer wieder verblasst und mich jedes Mal tief berührt, wenn ich hier bin. Es ist die Farbe des Himmels, morgens, wenn es noch nicht zu heiß ist, dass sich regelrechte Dampfschwaden über dem Meer bilden, es ist dieses Blau, dieses Azurblau, dass ich so nur aus der Mittelmeerregion kenne, das Licht, die Farben der Dinge, vor allem aber das Blau am Himmel. Wollte ich nur mal losgeworden sein.
Donnerstag, 26. August 2010
Gleich geht's los, gleich geht's los, gleich geht's los, gleich geht's los, gleich geht's los, gleich geht's los ... und wenn alles gut geht, dann blogge ich heute Abend oder morgen früh schon mit dieser Aussicht (naja, einer sehr ähnlichen).
Nach zwei Jahren endlich wieder Sardinien...
Sonntag, 15. August 2010
Hierzulande kaum beachtet, in Italien der wahrscheinlich wichtigste Feiertag (vielleicht sogar noch wichtiger als Weihnachten) des Jahres: Heute ist Ferragosto, Höhepunkt des Sommers, Ziel aller italienischen Ferienwünsche, außerdem Volksfesttag in den Dörfern, Mariä Himmelfahrt, alter heidnischer Feiertag und immer wieder Tag, an dem die Touristen verwundert vor verschlossenen Geschäften, Restaurants und Museen stehen.
Auch wenn es weder in weiten Teilen Italiens danach aussieht, noch hier: Ich wünsche euch allen einen schönen Ferragosto-Tag. Feiert den Sommer und das Leben
→ http://de.wikipedia.org/wiki/Ferragosto
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