
So... das hat er nun davon, der Rainer von
Trigon... kaut mir am Telefon ein Ohr ab von wegen Feedback zur neuen Scheibe und so - also beiß ich mich jetzt mal durch die neue CD und schreib meine Eindrücke hier rein. Rainer ist ganz angetan von seinem neuen Baby und faselt was von "Trigon, Stand der Dinge" oder so - ein Trigon Update... soso... Trigon XP - mal reinhören, warum der Kerl mir die Ohren vollsabbelt...

1.
ZENtrifugal - Joah... meine Damen, meine Herren - sie hören Trigon! Ja-ha... das ist ja sauschwer zu erraten

- im Ernst: Typischer Trigon-Track - Rainer spaced wie immer an der Gitarre völlig ab - schöner Mittelteil (so ab 4:20 mit netten Drums und Bass - hätte auch was länger sein können). Das Finale ist furios.

2.
Coitus Trigonus Continuum - Stakkato-Intro und danach bluesige Gejamme. Sehr schöner Basslauf (Ist das Timi an den Drums? Egal wer - die Zusammenarbeit mit Stefan wird immer besser... sehr schön) - irgendwie fehlt mir aber bei dem Stück die klare Linie... vielleicht bin ich auch nur nicht in Stimmung für so ein spaciges Stück.

3.
Auralverkehr mit Frickelposition - Hier gilt eigentlich das zum Vorgänger-Stück gesagte: sehr spacig - trifft meine derzeitigen Hörgewohnheiten nicht - insgesamt aber stringenter als das Vorgängerstück, geile Drumarbeit - alles recht hypnotisch.

4.
Ein Ton schrägt durch den Rauch - aha... Schluss mit der Kifferei, wieder mehr Tempo, Rainer zersägt mit seiner Laubsäge seinen Steg in kleine Teile - lecker, hat was von den frühen Led Zep, ein Hauch von "Whole lotta love"... sehr ekstatisches Solo vom Rainer am Ende, der Bass bratzelt solide, die Drums zunehmend orgasmisch - bisher das beste Stück.

5.
Trigonometrie - Longtrackalaaaaaarm!
15:21 min. - Trigon goes Boléro oder so, zumindest von der Länge (aber darauf kommt es ja angeblich nicht an). Etwas weniger straighte Gitarrenarbeit als gewohnt, lots of effects in here... hm... aber der Funke will nicht so recht rüberspringen. Zu spacig, zu lahm... Hatten wir den Einwand schon mal? Yep - hatten wir.

6.
Designierte Düsternis - Was fistelt der Rainer da am Anfang?
Ich bin
kein stiller Mensch?
Ich bin
ein stiller Mensch?
Ich bin
ein garstiger Mensch?
Egal - denn nach den Dope-Nebelschwaden der Trigonometrie endlich wieder ein "Hallo Wach" - ja-ha, das ist Trigon wie ich sie liebe. Groovig, gemäßigt spacig, knackiger und nicht so ausufernd (die ausufernden Sachen ufern immer so aus... äh...ausufernd...).
Sauerei! Das Stück ist ausgeblendet... wie ging's weiter... und äh... der Titel passt gar nicht. Wie wäre es mit "Rumpelndes Stilzchen"?

7.
Barbarischer Akt der Synchronizität - Aha... typischer Trigon-Song. Irgendwelche besonderen Bemerkungen? Hm - ja... ich würde mir manchmal mehr Stefan wünschen, soll heissen... Rainer... lass den Kerl doch mal eine Bassfigur ein paar Takte alleine... trink ein Bier, rauch Dir eine... so gehen seine Ideen a bissle unter...

8.
Explicit Lyrics - Joah, fängt gut an. Groovy. Funky. äh... das war was anderes... hör ich da einen Hauch von
Kleines brachiales Machwerk raus? Anyway... fettes Schlagzeug... harhar... Rainer wird an die Wand gehämmert. Jaaa... nagelt die Brut ans Kreuz! Geiles Stück - vielleicht die Coda rausnehmen (ab 8:16min oder so)
Auch hier: Der Songtitel passt nicht. Wie wäre es mit ... äh ... "Nagelt die Brut ans Kreuz"

9.
Vaporisiert das alles - Rock'n'Boogie - Trigon binden sich lange Bärte um und machen seltsame Zeichen mit den Händen und firmieren fortan als Tri Tri Zopp. Nette Nummer... almost gute Laune.

10.
Kognitive Dissonanz - Trigon old skool. Galoppierende Drums am Ende. Luschdig...

11.
Das vibriert nicht serienmäßig - Ein Kick-ass-Bluesrock, zu kurz, weil am Ende kastriert. Hm... hätte ich mir lieber länger angehört und dafür das Vorgängerstück weggelassen...

12.
Trigonometrie reprise - Aaaaaahhh... da hat jemand noch 'n Piece gefunden.

Aaaalso - insgesamt ein typisches Trigon-Album (wen wundert's?) - ich hätte mir mehr Kick-ass-Nummern gewünscht und weniger Nebelschwaden... oder zumindest weniger lange... naja Nomen es Omen.
Updates bzgl. Stefan und v.a. der Drums, die sich gerne noch weiter in den Vordergrund schieben dürfen. Ich persönlich habe Trigon auch schon mal weiter gehört, glaube ich zumindest - zu Zeiten von Pentagon, aber vielleicht wäre das auch weniger Public
Jam - die Stücke-Anordnung ist auch noch überdenkenswert... die beiden kurzen Schipsel am Ende wirken ein wenig als Filler... nuja... alles Ansichtssache.