Samstag, 9. Januar 2010
Stellt euch vor es ist "Daisy", das mit Schrecken angekündigte Blizzard-Tief, und keiner geht hin?! OK, hier schneit es und es soll auch noch ungemütlicher werden, aber das Radio meldet, dass die Kölner Bucht bisher relativ verschont geblieben ist und das keine größeren Zwischenfälle gemeldet werden. Die Bahn und die Flughäfen arbeiten noch normal. Daisy ist eigentlich Daisylein und außerdem auch noch eine Trödelliesel, die sich verspätet hat.
Typisch: Kaum im Rheinland, schon lässt die Arbeitsmoral zu wünschen übrig...
Donnerstag, 12. November 2009
 Was ist eigentlich mit den Kiddies heutzutage los? Gestern war St. Martin und kein Kind stand vor meiner Tür und krähte » D'r hillje Zinte Mätes/ dat wor ne jode Mann / He jof de Kinder Kääze / unn stoch se selver ahn...« oder ähnliches und auch vor zwei Wochen, am viel beschworenen Untergang der mitteleuropäischen Kultur durch den bösen Einfluss der amerikanischen Kultur (gemeint ist "Halloween" und das Geschrei, was deswegen veranstaltet wird), blökten mich keine kichernden Kinder in drolligen Kostümen mit "Süßes, sonst gibt's Saures" an. Keinen Bock mehr auf leicht verdiente Süßigkeiten?
"Der Untergang des Abendlandes, Teil XXVIII: Die Kinder singen nicht mehr" vollständig lesen
Mittwoch, 11. November 2009
Vor einer Stunde, just um die Ecke, ein glühender Himmel, mitten im November...
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Wenn man "Pichireddu" heißt, dann ist man es gewohnt, dass die Leute den Nachnamen prinzipiell falsch schreiben, auch wenn man ihn im Buchstabieralphabet aufsagt, Paula - Ida - Cäsar - Heinrich - Ida - Richard - Emil - Dora - Dora - Ulrich, von der Aussprache ganz zu schweigen. Wenn man Glück hat, dann erspart man sich so originelle Kommentare wie "Puh, der ist aber schwer" oder " Das ist mir jetzt zu schwer", auch nach mehrmaligem Vorsprechen. Ich ärgere mich immer ein wenig darüber, weil ich Namen prinzipiell für wichtig erachte und ich es ein wenig zu bequem und respektlos finde, aber ich habe mich daran gewöhnt, täglich Schriftverkehr mit den abenteuerlichsten Schreibweisen zu erhalten und mit den originellsten Aussprachen (auch nach Jahren der Nachbarschaft) angesprochen zu werden. Wenn überhaupt. Va bene, mein Name endet nicht auf -er. Zu viel verlangt, I get it.
"Dass ich das noch erleben darf" vollständig lesen
Sonntag, 4. Oktober 2009
seufz...
Ich wünscht', ich wär' nicht im trüben, herbstlich-kalten, verregneten Köln, sondern auf Sardinien am Meer...
Jetzt beginnt wieder die trübe, trübsinnige Zeit...
Dienstag, 29. September 2009
Nun ist es so gekommen, wie dann doch letzten Endes ziemlich genau voraus prognostiziert wurde: Schwarz-Gelb wird künftig das Land regieren, die SPD verliert ein weiteres Drittel ihrer Wähler, die "kleinen" Parteien wachsen und sind gar nicht mehr so klein. Die CDU feiert einen Wahlsieg, obwohl sie, trotz Kanzlerbonus, 1,4% verloren hat und auch nur noch kaum als "Volkspartei" zu gelten hat. Westerwelle wird Außenminister und grinst künftig noch mehr, die Merkel darf weiter Sprechblasen loslassen und alle scheinen glücklich und zufrieden und zuversichtlich. Naja, alle außer mir. Aber ich habe gelernt, dass politische Stimmungen sich schnell wandeln können und es werden auch wieder bessere Zeiten für eine Mitte-Links-Koalition geben.
"Bundestagswahl 2009: Köln und Nippes (und dummes Gewäsch)" vollständig lesen
Dienstag, 1. September 2009
Ich bin euch noch das Kölner Ergebnis der Kommunalwahl schuldig:
Bürgermeisterwahl
Sieger Jürgen Roters, SPD/Grüne, 54,7 %
Peter Kurth, CDU, 33,3 %
Ralph Sterck, FDP, 5,6 %
Markus Kurt Beisicht, pro Köln, 4,8 %
Dr. Martin Müser, KBB, 1,7%
Rat der Stadt Köln
SPD 29% (25 Sitze)
CDU 28,9% (25 Sitze)
Grüne 21,7% (20 Sitze)
FDP 9,4% (9 Sitze)
Pro Köln 5,4% (5 Sitze)
Die Linke 4,8% (4 Sitze)
Solnstiger 2,8% (darunter KBB, 1 Sitz, Deine Freunde 1 Sitz)
Damit gibt es zwar auf gesamt Köln bezogen eine satte Mehrheit des rot-grünen Bürgermeister-Kandidaten Jürgen Roters, in Rat der Stadt Köln brauchen SPD und Grüne die Unterstützung von mindestens einer Stimme der anderen Parteien.
Erschreckend für mich das Köln-weite Ergebnis von Pro Köln. Die Verwahrlosung der alten Arbeiterbezirke trägt politische Früchte - Pro Köln konnte überall da punkten, wo die Leute auf unterstem sozialem Niveau leben.
"Kommunalwahlen 2009 in Köln (und in Nippes)" vollständig lesen
Donnerstag, 23. Juli 2009
s. Wahlplakate lügen nicht - oder? - Kölner Stadt-Anzeiger
Der Kölner Stadt-Anzeiger moniert in einem Artikel den "Wahrheitsgehalt" der Plakate, die derzeit wegen der Bürgermeisterwahl am 30. August hier überall in Köln rumhängen. kicher Die Naivlinge! Mehr noch als die die Null-Aussagen der Bürgermeister-Kandidaten wundere ich mich über die Gleichförmigkeit der Aussagen. Gibt es jetzt eine ungeschriebene Regel (die Obama-Rule), dass man im Slogan das Wort "kann" platzieren muss?
Jürgen Roters, SPD: "Köln kann's besser!"
Ralph Sterck, FDP: "Köln kann mehr!"
Peter Kurth, CDU: "Politik wird anders!"
Hm ... da muss aber noch nachgebessert werden, Herr Kurth! Sie kennt hier in Köln eh keine Sau, da muss schon mindestens ein "Köln" und natürlich ein "kann" anders rein. Sonst wissen wir nicht, dass es ein Wahlslogan ist und halten das nur für das nächste Karnevalsmotto ("Politik ist anders" ist ja sozusagen das Motto der derzeitigen Kommunalregierung...).
Ich schlage also vor:
Peter Kurth, CDU: "Köln kann's auch anders!"
Und wenn ich schon mal dabei bin, mache ich glaich mal ein paar Wahlslogans für den Rest:
"Yes, Köln can!" vollständig lesen
Samstag, 9. Mai 2009
s. Köln ist bunt
und auch Petras Blog-Beitrag dazu Demo gegen Pro Köln - mal wieder
 Sie konnten es wohl nicht sein lassen: Nach ihrem Flop des "Anti-Islamisierungs-Kongress" aus dem September 2008. haben die braunen Biedermänner (denn nichts anderes ist die als Bürgerbewegung nur schlecht getarnte "Pro Köln"-Gruppierung) es ein zweites Mal in Köln versucht - und sind natürlich ein zweites Mal klar für ihre populistischen Parolen abgewatscht worden. Eine dieses Mal deutlich kleinere, aber engagierte und friedliche Gegendemonstration reichte aus, um die versprengten Rechts-Aktivisten friedlich aus der Stadt zu jagen. Erfreulich (wenn auch befremdlich): Neben den üblichen Aktivisten der linken Szene (SPD, Grune, Die Linke und ihre Jugendorganisationen) und den Gewerkschaften, sowie den immer wieder drollig anmutenden linken Sekten (MLPD & Co.) habe ich heute zum ersten Mal die FDP auf einer Demonstration wahrgenommen! OKeeee... nicht gerade meine politische Überzeugung, aber sie stehen ebenso für Toleranz und Offenheit in Sachen Religionen, wie andere Gruppierungen auf. Nur auf ein Foto mit ihnen wollte ich dennoch nicht und wechselte daher die Straßenseite
"Köln stellt sich quer, revisited" vollständig lesen
Donnerstag, 19. Februar 2009
s, Karneval ist wie ganz schlechter Sex
Jedes Johr em Winter, wenn man suns nix määt, kütt d'r Fastelovend und alles is zu spät...
Unbedingt lesen: Eine großartige Glosse zum nun anbrechenden alljährlichen Massenbesäufnis (Karneval). Als gebürtiger Kölner lese ich solche Artikel von Kölnern sehr sehr gerne. Hier hat jemand den Nagel auf den Kopf getroffen: "Immer dieselbe Schminke, immer dieselben Lieder, immer dieselbe Schunkelsoße" (...) "diese Wahnsinnigen sind ja noch uniformierter als an allen anderen Tagen des Jahres zusammen" (...) "eine Pipeline voller Alkohol, an der sie alle hängen und saugen". Ich hasse es, wenn wir Kölner mit diesem spießigen, unlustigem Gesaufe und Gegröhle identifiziert werden - und am allerpeinlichsten finde ich es, wenn wir Kölner uns selbst dieses Etikett anheften. Als ob wir nicht im Restjahr belegen würden, dass wir hier mehr drauf hätten, als feuchte Spießerträume von Bier und billigem Sex aufm Kneipenklo.
Samstag, 20. September 2008
s. Fotoline der Gegendemonstration auf ksta.de
Ich komme gerade aus der Innenstadt zurück und bin hoch erfreut vom Zuspruch und vom Ablauf der vom DGB organisierten Demonstration gegen den "Anti-Islamismus-Kongress" der braunen Schwachköppe von Pro Köln. Die Teilnahme übertraf sogar die Erwartungen der Veranstalter (aktuell redet man von 50000 Teilnehmern der Gegendemo auf dem Roncalliplatz und dem Gürzenich vs. nicht einmal 100 Teilnehmern der Pro-Köln-Kundgebung auf dem Heumarkt), die Kundgebung von Pro Köln wurde mittlerweile aus Sicherheitsgründen aufgelöst von der Polizei verboten. Das breite Bündnis aller demokratischen gesellschaftlichen Strömungen hat eindeutig Stellung bezogen und klar gemacht, dass Köln stolz darauf ist, eine bunte, multinationale, multikulturelle Stadt zu sein. Ausländer gehören (übrigens seit Gründung der Stadt vor 2000 Jahren) zur Stadt dazu, sind willkommen und natürlich Teil dessen, was diese Stadt auszeichnet und ihre Einwohner so stark an sie bindet. Ein starkes "Wir-Gefühl" war überall präsent.
"Köln ist bunt" vollständig lesen
Freitag, 19. September 2008
 Dass die als Rechtspopulisten verkleideten Rechtsradikalen der Lokal-Partei Pro Köln zusammen mit ihren Spießgesellen (FPÖ, Vlaams Belang und wohl auch Vertreter der italienischen Regierungspartei Lega Nord, schäm) in Köln einen "Anti-Islamisierungskongress" ("Nein zur Kölner Groß-Moschee · Nein zu Minaretten · Nein zu Muezzinruf") zur Rettung des "christlich-abendländisches Erbe" plant, ist mittlerweile hinlänglich bekannt; dass sich in Köln gegen die Stimmungsmache, die Desinformation und die Hetzkampagnen der Pro Köln-Kameradschaft ein breiter gesellschaftlicher Widerstand formiert, von allen demokratischen Gruppierungen, linken, christlichen und bürgerlichen bis hin zum 1.FC Köln, der mit dem Trikot-Aufdruck "Arsch huh! FC gegen Rassismus" ablichten lässt, ist lobenswert und ein Beleg für die noch nicht ganz verloren gegangene Würde dieser Stadt. Morgen wird es wichtig sein, dass alle Kölner nicht nur im Geiste ihren Unwillen gegen Fremdenfeindlichkeit, religiöse Intoleranz und rassistische Ausgrenzung bekunden, sondern aktiv, nicht nur mit "passiven Widerstand der Anwohner am Heumarkt" (dem Tagungsort des Kongresses), wie es unser ( hüstel) OB Fritz Schramma zunächst propagierte, sondern mit einer aktiven Teilnahme an der Gegendemonstration.
Sonntag, 14. September 2008
Köln ist schön, seine Stadtteile grün, alles ist sauber und ordentlich, der Verkehr ist geregelt, die Luft rein, das Klima prima und jeder ist tolerant und weltoffen. So sehen es vermutlich noch nicht einmal die idealistischsten Träumer der Hochglanz-Broschüren aus dem Kölner Fremdenverkehrsamt. Köln ist eine lebens- und liebenswerte Stadt, die sich zurecht rühmt besonders zu sein, aber Köln ist eben auch hässlich, grau, dreckig und unordentlich, chaotisch, verpestet und nasskalt, die Leute sind manchmal spießig und ignorant ... aaaaber das ist eben in jeder Großstadt so, in den meisten habe ich all das viel stärker erlebt.
"unortkataster.de" vollständig lesen
Sonntag, 10. August 2008
Seit ca. 24 Stunden bin ich nun wieder zurück in Köln. Es war ein bemerkenswert angenehmer, unspektakulärer Urlaub ohne absoluten Highlights aber auch ohne Tiefschläge: Kein Krankenhaus, kein Arztbesuch, keine Defekte am Auto, keine größeren Katastrophen im Haus (alle Wasserleitungen blieben ganz  ), keine Unfälle, keine Toten. Wirklich, in seiner Gewöhnlichkeit war der diesjährigen Familien-Sommer-Urlaub (Parallel zu Petra, Sara und mir waren ja auch meine Schwester und ihre Familie vor Ort) völlig ungewöhnlich.
"Einfach nur "Wieder da"" vollständig lesen
Sonntag, 20. Juli 2008
Es ist mal wieder so weit: Für drei Wochen bin ich tendenziell eher offline, weil ich bis zum Anfang August auf Sardinien, genauer gesagt in Cala Gonone weile.  Zum einen will ich...
Heee... Moment einmal?! Doch nicht schon wieder Urlaub, Herr Ürgsel? Doch, oh ihr meine neidischen Freunde, schon wieder - diesmal mit Kind (Sara Marie), Kegel (eigenes Auto) und Petra folgt uns nach einer Woche. Ich fahre dahin, wo es warm und sonnig ist, wo das Meer ist und ich mich wohl fühle. So! Ätsch! Aber danach verspreche ich euch, danach ist erst einmal Ruhe.
Ok, zumindest ist noch nichts geplant 
Ich freue mich darauf, seid nicht neidisch (denn das macht hässlich), sondern gönnt mir den Spaß. Bücher, Hörbucher, CDs sind zusammengeräumt und wie immer gibt es bestimmt den einen oder anderen Live-Artikel aus dem Internet-Café.
A più tardi...
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