Nein nein, keine Crosspostings zum Eurovision Song Contest, keine Sorge: Die umfassende, kompetent-unfaire, gehässige Berichterstattung über den diesjährigen Eurovision Song Contest findet auch dieses Jahr in meinem Musikblog blog.about-music.de statt, aber als ich mir heute die Teilnehmerliste mit ihren Titeln des heutigen zweiten Semifinales angeguckt habe, habe ich schon ein wenig Angst vor dem heutigen Abend bekommen (live 21:00 Uhr auf EinsFestival, oder im Streaming, s. ESC 2010 - Daten, Fakten, Termine).
Ausnahmsweise mal ein Cross-Posting im Dienst der guten Sache:
»Peace« ist eine Zusammenarbeit von Buffetlibre (einem Netlabel) und Amnesty International Katalonien. Das Projekt bietet für einen Mindestbeitrag von Euro (freilich darf man gerne mehr zahlen/spenden) 180 (einhundertachtzig!) exklusive und unveröffentlichte MP3s in 320 KBps von mehr oder minder arrivierten Künstlern: Mit dabei sind Marc Almond, I’m From Barcelona, Malajube, Mogwai, Paul Niehaus (Calexico), Ryuichi Sakamoto featuring Christian Fennesz, Maghrebika feat Bill Laswell und zahlreiche andere Künstler aus allen Kontinenten.
Auf der Website gibt es weitere Infos zu jedem Künstler und natürlich die Erwerbsmöglichkeit. Man kann quasi mit allen relevanten Zahlungssystemen den Sampler erwerben. Die Einnahmen kommen der katalanischen Sektion von AI zugute.
Wer meinen Senf zu Peter Gabriels "Scratch my Back" lesen möchte, den ich in Echtzeit beim ersten Durchhören von mir gegeben habe, normalerweise aber nicht mein blog.about-music.de besucht, der sollte zumindest heute mal reinschauen, dort findet ihr kurze Anmerkungen zu den Songs, die ich beim Anhören geschrieben und direkt danach veröffentlicht habe
Ich habe die beiden bereits im Codaex-Blog (mein berufliches Hauptprojekt seit Anfang des Jahres) vorgestellt, habe die Videos auch auf meinem Facebook-Account verbraten, da aber Ürgsel Das SalBlog. dann doch noch die meisten Besucher und Fans hat, möchte ich euch den Hinweis auf das Musik-Comedy-Duo Igudesman & Joo auch an dieser Stelle nicht vorenthalten: Gerade ist ihre erste DVD erscheinen und demnächst kommen die beiden auch wieder nach Deutschland. Der Trailer zur DVD "A Little Nightmare Music" macht auf jeden Fall Lust auf mehr:
Frauen! Frauen! Frauen! Das ist alles, was ich im Kopf, äh im Ohr habe, zumindest wenn man meinem last.fm-Profi vom 31.12.09, 17h30 glaubt. Naja, fast. Aber es ist sicher kein Zufall, dass mit My Brightest Diamond eine Frau meine Jahresplaylist anführt und das auf den Plätzen 3, 4, 7, 8, 10, 12 und 14 die Damen Tori Amos, Regina Spektor, Sophie Hunger, Bat For Lashes, Eliksir, Vienna Teng und Alice folgen. Ein paar sind explizite Neuentdeckungen des Jahres, die zeitweise wochenlang in der Heavy Rotation bei mir liefen (Regina, Sophie, Bat for Lashes und Eliksir), ein paar sind schon "alte" Lieben, wie My Brightest Diamond, Tori Amos, Vienna Teng und die wundervolle Alice. Der Grund für meine steig wachsende Affinität für Musik von Frauen ist deren Qualität: Sowohl in der Popmusik, als auch im Singer/Songwriter-Bereich kommen die deutlich kreativeren, abwechslungsreicheren und spannenden Alben von Frauen. Das Frauchen- oder Rockerschlampen-Image ist längst passé. Frauen machen nicht mehr "Frauenmusik", sie machen sie einfach öfter besser, als die Herren der Schöpfung. Das gilt noch nicht "flächendeckend" für alle Genres, aber Frauen erobern immer mehr ehemalige Domänen der Männer: Im Jazz und in der Klassik gibt es eine Menge interessanter Künstlerinnen, die den Kerlen zeigen, was ne Harke ist. Und das alles ohne Geschlechterkampf, Frauenpower und sonstigem ideologischen Gewäsch. Ich zumindest freue mich über die faktische Gleichberechtigung von Frauen in meiner Playlist. Das wäre vor 10, 15 Jahren noch nicht so möglich gewesen.
Die restlichen Plätze werden von meinen Alltime-Favorites bestimmt: Der von mir hochgeschätzte Jade Leary mit seinem düsteren Prog-, Psychedelic-, Inide-, Alternative-, Singer/Songwriter-Rock; Porcupine Tree, King Crimson und Phideaux im Prog-Bereich; Bill Evans im Jazz (Es gibt so viele Bill Evans-Alben, die ich wieder und wieder hören kann, ohne dass sie langweilig werden) und (natürlich) im Klassiksektor Nikolaus Harnoncourt (Bach und die Wiener Klassik, v.a. die Haydn-Symphonien - Haydn! Ja, richtig gelesen!) und das sagenhafte Leipziger Streichquartett, das mich dieses Jahr gleich mit einer Reihe von Neu- und Wiederveröffentlichungen (Mendelssohn, Schubert, Janacek) verzaubert hat.
»Agnès Milewski, Wiener Singer/Songwriterin mit leichter Folk- und Pop-Attitüde, ist immer noch ein Geheimtipp für Freunde von gefühlvoller, intelligenter, abwechslungsreicher Musik mit bezaubernden Melodien und gut geschriebenen, persönlichen Texten. Ihr Gig an einem trüben Herbstabend im Großen Saal des Bürgerhaus Kalk in Köln wurde zur intimen, stellenweise sehr intensiven Seelenschau einer poetischen jungen Frau mit ihrer exzellenten Band.« So habe ich es am Wochenende im Schallplattenmann etwas hochtrabend formuliert, aber wenn ich es mir recht überlege, will ich das nicht relativieren oder zurücknehmen, denn genau so habe ich den Gig empfunden.
Gestern war es mal wieder Zeit für eine spontane Konzert-Entscheidung. Ich muss zugeben, das passiert in letzter Zeit immer seltener bei mir, ich kann mich meistens nicht aufraffen, Schande über mich und mein alterndes Haupt. Dieses Mal konnte ich aber der Versuchung nicht widerstehen, mir die Avantgarde-Künstlerin Carla Bozulich mit ihrer "Band" Evangelista ("Band" in Anführungszeichen deswegen, weil die Bozulich die einzige Konstante in dieser "Band" ist, die sich von Album zu Album, von Tour zu Tour neu formiert) anzuschauen. Ich sollte diese Entscheidung nicht bereuen.
(Ein Teil von) Belgium
Den Anfang machte die Vorgruppe Belgium (aus Mönchengladbach, sic!) war eine Mischung aus Postrock mit Trip-Hop und sonstigen Chill-Dingsbums-Einfllüssen. Ehrlich gesagt: Nach dem guten zweiten ("Podoloop") der drei Stücke (oder waren es 4 Stücke?) war die Luft raus, auch weil ich mich permanent fragen musste, warum so viele Musiker auf der Bühne stehen (drei trauten sich ins Licht, zwei andere wollten lieber im dunklen, linken Winkel der Bühne bleiben), wenn das meiste aus den Apple-Laptops kam oder hätte kommen können. Die antiseptische, unkommunikative Performance (die meisten wollten dann auch nicht wirklich ins Publikum gucken) tat dann ihr übriges. Provinz-Postrock ohne Nachhaltigkeit. Muss nicht sein, tut keinem weh, aber hat kein eigenes Profil.
Heute Abend gibt es schon wieder eine neue Ausgabe von "sal|about|music": Dieses Mal gibt es einen musikalischen Rückblick auf die vergangenen Prog- und Freakparades (im Vorgriff auf die Freakparade 2009 am 26./27.09 in Würzburg).
Mit dabei sein werden: Brightness Falls (!!!), Echolyn, Trigon, Magma, Alias Eye, Sleepytime Gorilla Museum, Esthetic Pale, und noch mehr
Danach gibt es noch ca. eine Stunde "Zugabe", wo ich euch fast kommentarlos ein paar Frauen um die Ohren hauen werde.
Achtung! Neue Sendezeit!
Was? sal|about|music: Das Beste der vergangenen Prog- und FreakParades
Wann? Heute Abend zwischen 21:00 - 23:00 Uhr
Wo? Auf dem MP-3-Stream von www.metal-refinement.de
Und? Es gibt einen parallelen Chat zur Sendung auf #progrock-dt und #metal-refinement
Wie ihr in den Chat kommt, findet ihr in diesem Posting, im unteren Teil.
Heute Abend gibt es wieder eine neue Ausgabe von "sal|about|music" (die eigentlich letzte Woche hätte laufen sollen, da war aber mein Rechner nicht einsatzfähig). Von 20:00 bis 22:00 Uhr gibt es heute klassische Rockmusik der späten 60er/ frühen 70er mit den Helden jener Zeit: Deep Purple, Led Zeppelin, Free, CCR, Jimi Hendrix usw. Heute mal keine großartigen Entdeckungen oder Geheimtipps, sondern nur die geballte Ladung Rock zum Mitsingen und meinetwegen zum Airgitarre spielen. Das muss auch mal sein
Was? sal|about|music: Klassische Rockmusik der späten 60er und frühen 70er
Wann? Heute abend zwischen 20:00 - 22:00 Uhr
Wo? Stream: http://metal-refinement.de/stream_dsl.pls
Und? Es gibt einen parallelen Chat zur Sendung auf #progrock-dt und #metal-refinement
Wer keinen IRC-Client installiert hat, kann hier mitchatten:
Einfach einen beliebigen Chatnamen in die Textbox "Nickname" eingeben
und als "Channels": progrock-dt,metal-refinement (ohne Leerzeichen nach
dem Komma!) eingeben.
Falls es noch irgendjemand aus meinen anderen zwölfunddreißig Blogs und Websites nicht mitbekommen hat: Nach der [progrock-dt]-Show am vergangenen Montag, geht auch wieder meine Radiosendung sal | about | music auf Sendung, natürlich auch auf dem neuen "Haus-Sender" der [progrock-dt], Metal Refinement. Von 20:00 bis 22:00 Uhr heißt es also endlich wieder "Neues und Altes aus Rock, Klassik und Jazz" und ausnahmsweise gibt es sogar ein wenig Proggiges zu hören, u.a. die neue Muse-Single (Ob das Prog ist?), ein Stück vom neuen Phideaux-Album "Number Seven". Desweiteren gibt es Neues und Altes von Bat For Lashes, zwei Stücke von Sophie Hunger, meinem ganz persönlichem Michael-Jackson-Tribute und ein Regina-Spektor-Künstlerspecial ... und einiges anderes mehr.
sal | about | music
alle 14 Tage, donnerstags zwischen 20:00 - 22:00 Uhr
auf Metal Refinement, Stream → http://metal-refinement.de/stream_dsl.pls
Parallel zur Sendung läuft auch ein Chat in den Quakenet-Channels #progrock-dt und #metal-refinement - Wer keinen IRC-Client installiert hat (wie schändlich!), der kann den Webchat vom Quakenet nutzen → http://webchat.quakenet.org/
Einfach einen beliebigen Chatnamen in die Textbox "Nickname" eingeben und als "Channels": progrock-dt,metal-refinement (ohne Leerzeichen nach dem Komma!) eingeben.
Was hab ich denn in den letzten zwölf Monaten so gehört:
Ui, ich bin auf dem absoluten Frauen-Trip: Shara (= My brightest diamond), Tori, Vienna, Natasha (= Bat for Lashes) und Regina Spector, dazu mit Viktoria Mullova eine Solistin aus dem Klassik-Bereich und mit Aranis ein Ensemble, das mehrheitlich weiblich besetzt ist. Unterm Strich habe ich mehr Frauen, als Männer gehört. Dazu kommen meine all-time-favorites Jade Leary, Echolyn, King Crimson, Bill Evans (Plätze 1 - 4 meiner all-time-charts), Marillion (Platz 6) und mein geliebtes Esbjörn Svenson Trio, mein Lieblingsdirigent in Sachen historische Aufführungspraxis Nikolaus Harnoncourt, sowie meine Kammermusik-Favoriten des Leipziger Streichquartetts.
Doch doch... das klingt nach mir. Da sage noch einer, Statistiken lügen.
Ich glaube nicht, dass solch eine kaputte Persönlichkeit noch eine große Chance hat, eines natürlichen Todes zu sterben.
Ich denke, die Nachricht vom Tod Michael Jacksons ("Herzversagen") hat heute morgen niemanden überrascht, oder? Was für ein schreckliches Leben er hatte: Ich glaube, da war schon seit der Jackson-5-Kindheit nicht mehr viel zu holen. Michael Jackson wurde systematisch kaputtgemacht und hat es dann, als er selbst dazu in der Lage war, perfekt weiter betrieben: Seelisch, körperlich, vermutlich auch sexuell. Aus dem groß angekündigten Comeback (schon alleine der Auftritt vor der Presse vor einigen Wochen war bizarr) wäre vermutlich nichts geworden, seien wir ehrlich: Michael Jackson war ein gebrochener, kranker Mann, der musikalisch nichts mehr zu bieten hatte und der den Strapazen einer Tour körperlich nicht gewachsen gewesen wäre. Nun ist Jackson tot und die Pop-Welt hat eine Legende mehr - und ein weiteres Opfer mehr. Die Plattenverkäufe werden hochschnellen, Ironie des Schicksals...
Tschüss Michael, ich fand Dich zu Thriller- und Bad-Zeiten ehrlich gesagt gar nicht so schlimm (dann wurdest Du größenwahnsinnig und im gleichen Maße musikalisch lächerlich).
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