Dienstag, 17. November 2009
Eigentlich wollte ich auch diesen Tatort überspringen, zumal mir die letzten Fälle mit Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) überhaupt nicht gefallen haben, mich eigentlich regelrecht angenervt haben mit ihren "humorvollen" Anteilen. Vor allem der im März ausgestrahlte "Das Gespenst" (Ürgsel! berichtete) mit seinen neckischen, peinlichen Dialogen zwischen der taffen Lindholm und ihrem Memmen-WG-Genossen Martin Felser (Ingo Naujoks) nervten und auch dieses Mal hätte ich gerne auf alle Szenen zwischen den beiden verzichten können. Vielleicht tue ich ja Ingo Naujoks ja unrecht, aber ich finde ihn in der Rolle als neurotischen Krimiautoren Martin Felser schlichtweg unerträglich und es wird von Folge zu Folge schlimmer. Muss man der unterkühlten Karriere-Frau Lindholm wirklich so einen eierlosen "Partner" anbei stellen? Und was soll eigentlich dieses Kind in den Stories? Kein Drehbuch-Autor kann damit so recht etwas anfangen und so ist das Kind, stets so ruhig wie ausgestopft, in zwei, drei Szenen pro Folge zu sehen, aber wir erfahren nichts über das Kind, über die Mutter-Kind-Beziehung, schon gar nichts über die offensichtliche Unvereinbarkeit des Jobs mit dem Kind.
"Tatort: ... es wird Trauer sein und Schmerz" vollständig lesen
Dienstag, 10. November 2009
Nein nein, keine Sorge, nicht noch eine Serie, die ich hier mehr oder minder regelmäßig verreißen möchte, im Gegenteil: Die letzten beiden Tatorte habe ich schon übersprungen, den letzten noch nicht einmal gesehen, also keine Angst. Eher weniger, als mehr. Aber wenn schon mein Lieblingsteam aus dem Polizeiruf 110 , das Münchener Duo Jo Obermaier (stets hinreißend direkt und authentisch bayrisch ohne affige Volkstümelei, gespielt von Michaela May) und Jürgen Tauber (yeah, der fiese Zyniker par excellence, gespielt von Edgar Selge) seinen Abschied reinreicht, dann muss ich doch mal ein paar Worte verlieren. Und ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich habe den "Polizeiruf 110" stets als eine Erweiterung des Tatort-Konzepts gesehen, auch wenn die Ermittlerteams nicht immer sehr solide waren. Aber Obermaier/Tauber waren immer klasse.
"Polizeiruf 110: Endspiel" vollständig lesen
Samstag, 24. Oktober 2009
Fast vergessen ist nicht vergessen! Aber fast hätte ich es versäumt den Münchener Tatort "Um jeden Preis" hier zu besprechen. Dabei gäbe es durchaus etwas dazu zu sagen: So richtig spannend war der Fall ja nicht (Was für ein Fall eigentlich?), für Münchener Verhältnisse sogar relativ lahm aber was Kriminalhauptkommissar Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) immer rettet, ist ihre schnoddrige Art und zwei glaubwürdig-verschrobene Charaktere. Dann fällt es auch nicht so sehr ins Gewicht, dass einmal mehr eine Figur aus der Vergangenheit eines Kommissars für die menschlichen Verwicklungen in der Story herhalten musste (ein beliebter, aber niemals glaubwürdiger Kunstgriff der Drehbuch-Autoren). Batic als alter Kumpel vom "Gewerkschafts-Obama" Leo Greedinger (Thomas Sarbacher), naja, ich weiß nicht... Aber die ambivalente Figur des Gewerkschafter "der neuen Art" hatte wirklich etwas Geniales (Sarbacher spielte die doppelgesichtige, doppelseitige, doppelbödige Rolle jede Sekunde überzeugend). So widerlich und abgebrüht, dennoch einigermaßen ehrlich bemüht um die Arbeitsplätze, so zielstrebig: Hatte das nicht auch etwas vom jungen Tony Blair? Oder Sigmar Gabriel? Just kiddin...
"Tatort: Um jeden Preis" vollständig lesen
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Eigentlich müsste ich ja jetzt den letzten Tatort aus Ludwigshafen besprechen. Habe ich aber keine Lust zu. Und mir fällt auch nix ein? Warum? Weil es ein dröger Tatort von der Stange war. Unterdurchschnittlich gefilmt (Boah! Sah Ulrike Folkerts alias Lena Odenthal alt aus in manchen Einstellungen... Zoff mit dem Beleuchter?), mäßig besetzt in den Nebenrollen (Ich hasse Sekretärinnen, die Dialekt sprechen, ich hasse Sekretärinnen, die Dialekt sprechen, ich hasse Sekretärinnen, die Dialekt sprechen, ich hasse Sekretärinnen, die Dialekt sprechen...) und in berechnender Weise verwirrend, immerhin mit einer originellen, wenn auch irgendwie nicht ganz wahrscheinlichen Auflösung.
"Tatort: Vermisst" vollständig lesen
Dienstag, 6. Oktober 2009
Der Kölner Tatort ist - von einer Schwächeperiode vor drei, vier Jahren mal abgesehen - ein Garant für überdurchschnittliche Krimi-Unterhaltung. Das war auch dieses Mal so, obwohl - und das ist nun wirklich drollig - das Drehbuch wirklich mit einer hanebüchenen Kriminalstory aufwartete, die von unglaubwürdigen Zufällen, Unwahrscheinlichkeiten und Inkonsequenzen nur so strotzte. Was den Tatort rettete, waren die Darsteller, allen voran Hollywood-Star Udo Kier als Obdachloser aus Selbstbestrafung (sic!) "Beethoven".
"Tatort: Platt gemacht" vollständig lesen
Mittwoch, 23. September 2009
Die wichtigste Nachricht zuerst: Der Borowski hat sich getraut und seine Psychologin Kollegin Frieda Jung angebaggert, erfolgreich. Die beiden turtelten amüsant durch die zweite Hälfte des Tatorts und verwunderten: Ein Tatort-Team, das ein Liebespaar wird? Das ist der Bruch eines eisernen Gesetzes, oder? Was steht an: Hören die beiden in der nächsten Folge auf, trennen sie sich und ein Schauspieler/ Rolle muss gehen oder was? Auf jeden Fall ist das schon mal besser als die peinlichen Annäherungsversuche der beiden, das war ja zum Mäusemelken. Wenn doch das Paar nur etwas realistischer wäre...
"Tatort: Borowski und die Sterne" vollständig lesen
Sonntag, 6. September 2009
Tja... das war heute aber ein mäßiger Tatort aus Frankfurt, der biederste und langweiligste, auf jeden Fall der leicht zu durchschauendste Fall meines Lieblingsteams Sänger/Dellwo: Was ist bloß geschehen? Der Tatort war gewohnt gut gespielt (und mit Nina Petri in der Rolle als Tatverdächtige Sofia Martens sehr prominent besetzt), gut gefilmt ... aber das Drehbuch konnte mich von Anfang an nicht überzeugen. Zu viele Klischees im Anti-Klischee-Tatort Frankfurt: Die erfolgreiche Geschäftsfrau mit Frauennetzwerk und Callboy-Service verliebt sich in ihre junge, reiche, hübsche und biestige Assistentin aus gutem Hause. Aus welchen schlüpfrigen und biederen Fantasie ist das denn bitte entsprungen? Das klingt eher nach einer Story mit Sharon Stone, billiger Hollywood-Sex-and-Crime, angedeuteter Lesbensex unter taffen Karrierefrauen. Yeah ... mal was ganz Neues.
"Tatort: Architektur eines Todes" vollständig lesen
Donnerstag, 6. August 2009
s. Kommissare quittieren den Dienst
"Wenn es am schönsten ist, sollte man gehen", diesen etwas traurigen Spruch beherzigt nun das derzeit beste deutsche Tatort-Team Andrea Sawatzki (als Charlotte Sänger) und Jörg Schüttauf (Fritz Dellwo) und verkünden ihren Ausstieg bei der ARD-Krimiserie. Der vorletzte Sänger/Dellwo "Architektur eines Todes" wird am 6. September zu sehen sein; der letzte "Am Ende des Tages" (Arbeitstitel) wird dann irgendwann 2010 laufen.
"Frankfurter Tatort-Kommissare hören auf" vollständig lesen
Freitag, 19. Juni 2009
Wusstet ihr, dass "Kommissar" ein deutscher Vorname ist? Nein? Nun, wenn man den Machern des Bremer Tatorts glauben darf, dann ist es ein Vorname, denn der spätjugendliche Partner von Hauptkommissarin Inga Lürsen (gespielt von Sabine Postel) heißt prinzipiell auf den offiziellen Tatort-Websites der ARD "Kommissar" Stedefreund (gespielt von Oliver Mommsen), manchmal wird er aber inoffiziell "Nils" gerufen  Wie albern manche Sachen doch sind.
"Tatort: Tote Männer" vollständig lesen
Dienstag, 9. Juni 2009
Die Geschichte der Tatort-Folgen aus Konstanz mit Eva Mattes als Klara Blum ist eine sehr traurige: Sie startete mit einer wirklich sehenswerten Debüt-Folge (in der sie übrigens ihren Ehemann verliert), doch danach wurde es Stück für Stück schlechter. Spätestens seitdem sie mit Sebastian Bezzel als schnöseligen Assistenten Kai Perlmann einen zweidimensionalen und hölzernen Partner bekam, war es dann vorbei mit der Konstanzer Herrlichkeit. Dazu kommen immer altbackenere Drehbücher und eine Eva Mattes, die immer lustloser in den Provinzpossen zu spielen scheint.
"Tatort: Im Sog des Bösen" vollständig lesen
Montag, 11. Mai 2009
Das dienstälteste Ermittlerteam des Tatorts (oder sind es doch die Kölner?) mit Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Mario Kopper (Andreas Hoppe) bot in "Tödlicher Einsatz" einen zumindest schwer zu knackender Fall an, der insgesamt solide Unterhaltung bot und sich keine größeren Durchhänger erlaubte.
"Tatort: Tödlicher Einsatz" vollständig lesen
Dienstag, 5. Mai 2009
Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, was ich von diesem Tatort halten soll, ich habe einen gemischten Eindruck. "Borowski und die heile Welt" (ich finde es total dämlich, dass man den Namen des Hauptkommissars in den Titel schreiben meint zu müssen) war ja per se kein schlecht gemachter Tatort, zumindest über weite Teile bot er einigermaßen ordentliche Unterhaltung auf einem erträglichen Niveau (ok, nach der letzten Woche ist quasi alles besser). Aber dann, aber dann...
"Tatort: Borowski und die heile Welt" vollständig lesen
Mittwoch, 29. April 2009
Bei aller Liebe zum Saarland, der Landschaft, den Leuten: Die Tatorte, die aus Saarbrücken kommen gehören seit Jahren zu den schlechtesten, die überhaupt ausgestrahlt werden. Das relativ neue Ermittler-Team Franz Kappl (gespielt von Maximilian Brückner, der Bayer mit der Tuba) und Stefan Deininger (Gregor Weber, der Saarländer mit dem 70er-Porno-Balken. ehemals Heinz Beckers Sohn in der Comedy-Serie) hat das nicht verbessert, sondern verschlimmert. Wie viele "kleine" Tatorte versucht man, mangelhafte Drehbücher mit "lustigem" Lokal-Kolorit aufzupeppen. Der dabei gesprochene "Dialekt light" klingt unecht und peinlich, provinziell und völlig unwitzig. Das gilt nicht nur fürs Saarland, sondern generell. Ob das die Regisseure irgendwann einmal kapieren, dass Verständnisschwierigkeiten kein Stilmittel sind?
"Tatort: Bittere Trauben" vollständig lesen
Montag, 20. April 2009
Eigentlich wollte ich ja längst ein eigenes schickes Tatort-Blog eingerichtet haben - mit Diskussionsforum, statt Kommentaren und so. Damit die Tatort-verrückten Ürgsel-Leser sich dort austoben können. Aber mir fehlt die Energie dazu, zumindest im Moment, sorry Fans. Also müsst ihr mein Tatort-Geschmier doch noch eine Weile hier ertragen (aaaaaber: Ich habe schon Hilfe angeboten bekommen - es kann sich also nur noch um Jahre handeln). Kommt Zeit, kommt Blog.
"Tatort: Oben und Unten" vollständig lesen
Sonntag, 15. März 2009
Es gab mal eine Zeit, da gehörten die Hannoveraner Tatorte zud en allerbesten, die es überhaupt innerhalb der Tatort-Familie gab. Die Figur der taffen Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) entsprach so gar nicht dem Klischee der anderen Tatort-Ermittlerinnen. Doch mittlerweile kann die Lindholm auch nur noch auf Nil- pardon Leine-Hochwasser warten. Und das blieb auch heute aus.
"Tatort: Das Gespenst" vollständig lesen
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